Aufgewachsen bin ich in einer hessischen Kleinstadt, danach habe ich viele Jahre in Mainzer Wohnheimzimmern, einer WG in Dublin und in Nordneuköllner Altbauwohnungen verbracht. Im September 2016 bin ich raus nach Berlin-Buckow in eine Genossenschaftswohnung gezogen. Weitab vom Schuss, entspannt unspektakulär, aber, und das ist das Besondere, Teile der Siedlung stehen unter dem Konzept „Kommunikatives Wohnen“. Was das bedeutet und wie ich Nachbarschaft neu erlebe, schildere ich hier.

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Wo ist das Grün in Gropiusstadt?

Wo ist das Grün in Gropiusstadt?

In der Gropiusstadt ist viel los! Das erfuhr ich neulich bei einem Besuch beim Quartiersmanagement und das durfte ich beim Sommerkino in der Gropiusstadt selbst erleben. Parks oder Kleingärten verbinde ich dagegen nicht mit dem Stadtteil. Vielmehr scheint die Gropiusstadt die beiden dörflich anmutenden Teile von Buckow mit Hochhaustürmen zu durchtrennen. Aber es gibt eben doch Grünflächen in Gropiusstadt und das Bezirksamt fördert die Entwicklung grüner Infrastruktur, um die Lebens- und Wohnqualität zu erhöhen, um gesellschaftlichen Teilhabe zu steigern, um das Stadtklima zu verbessern, um die biologische Vielfalt zu erhalten und um Naturerfahrung zu ermöglichen.

Nachbarschaftliches Hämmern und Schrauben

Nachbarschaftliches Hämmern und Schrauben

Basteln, Spielen, Lesen, Toben: Dafür gibt’s für die Kinder im Ortolanweg 70 einen eigenen Raum. Damit wieder Leben in das seit Monaten verwaiste Spielzimmer einkehrt, bewilligte die Wohnungsbaugenossenschaft unseren Projektantrag und stellt Geld für neue Möbel, für Bücherkisten und für eine Kreativwerkstatt mit regelmäßigen Bastelrunden zur Verfügung. Vergangenen Samstagvormittag schraubten und hämmerten von elf bis vierzehn Uhr bis zu fünfzehn kleine und große Nachbarinnen und Nachbarn Regale, Stühle und einen Tisch zusammen und richteten den Gemeinschaftsraum neu ein.

Film to go – November: Savoir-vivre und Sommerstimmung im Herbst

Film to go – November: Savoir-vivre und Sommerstimmung im Herbst

Mit über 80 Jahren zum ersten Mal einen Spielfilm inszenieren? Kein Problem für Eleanor Coppola. Ihr Film „Paris kann warten“ lief am 17. November bei Film to go in der Seniorenwohnanlage Ortolanweg. Während im Saal mit Herbstlaub auf den Tischen, Kerzenschein, Eierlikör und Keksmischung gemütliche Herbststimmung herrschte, reisten auf der Leinwand Jacques (Arnaud Viard) und Anne (Diane Lane) im Peugeot 504 durch das sonnendurchflutete Südfrankreich, bewunderten Landschaften und Sehenswürdigkeiten, schwelgten in Crème brûlée au chocolat und anderen kulinarischen Köstlichkeiten und genossen das Savoir-vivre.

Abgärtnern und Vorfreude aufs Frühjahr 2019: Nachbarschaftsgarten im Oktober

Abgärtnern und Vorfreude aufs Frühjahr 2019: Nachbarschaftsgarten im Oktober

Im Oktober oder, wie mein phänologischer Gartenkalender sagt, im Vollherbst, ging das Gemeinschaftsgärtnern im Ortolanweg langsam, aber sicher in die Winterpause über. Anfang des Monats traf sich die Garten-AG noch einmal gemeinsam an einem Samstagnachmittag für einen größeren Arbeitseinsatz, um Beikräuter und Verwelktes zu entfernen, die Hecke zu schneiden, die letzten Cosmea-Sträußchen zu pflücken und natürlich gemeinsam Pause zu machen. Laub und ein paar Zweige blieben für Igel liegen. Die Garten-AG trifft sich weiterhin einmal im Monat, um das Gartenjahr 2019 zu planen, und spätestens ab März gibt es auch wieder neue Gartenbeiträge hier im Blog zu lesen.

Lesetipp: „Ziemlich beste Nachbarn. Der Ratgeber für ein neues Miteinander“

Lesetipp: „Ziemlich beste Nachbarn. Der Ratgeber für ein neues Miteinander“

Im September 2018 haben die Gründer von nebenan.de das Buch „Ziemlich beste Nachbarn. Der Ratgeber für ein neues Miteinander“ veröffentlicht. Ganz klar: Hier werden viele Ansätze der traditionellen Nachbarschaftshilfe, klassische Angebote von Stadtteilzentren und typische Formen des freiwilligen Engagements verwertet und zusammengebracht. Mit seinem ansprechenden Layout, mit seiner übersichtlichen Gliederung und mit seinen Interviews, Checklisten, Anleitungen, Tipps und Beispielen bietet das Buch aber ein schönes Startpaket, um die eigene Nachbarschaft lebendiger zu gestalten. Auch Fortgeschrittene finden Ideen für neue gemeinsame Aktionen.

Interview mit Wir von hier

Interview mit Wir von hier

Neulich durfte ich Maria von der Nachbarschaftsplattform Wir von hier ein paar Fragen rund um diesen Blog beantworten. Es ging darum, wieso ich mit engagementgeschichten.de online gegangen bin, warum es mir wichtig ist, mich in meiner direkten Nachbarschaft zu engagieren, wo es mir in Berlin am besten gefällt und welche Engagementgeschichte mich bisher am stärksten beeinflusst hat. Wir von hier will das Beste aus der lokalen Kultur zeigen und Vertrauen zwischen Nachbarinnen und Nachbarn schaffen.

Zeitreise mit den Nachbarinnen: 50 Jahre 68

Zeitreise mit den Nachbarinnen: 50 Jahre 68

„50 Jahre 68 sind kein Grund für eine Nostalgieveranstaltung, kein Grund zur Verklärung und auch nicht zur Verdammnis“ hieß es in der Einladung für „68 – eine Lesung mit Musik mit Now or never“ beim Frauenprojekt Offensives Altern e.V. nebenan. Now or never sind drei Menschen in Berlin, die sich – von den Beatles bis zu Pink Floyd – „feinstem Akustik-Rock“ verschrieben haben und schon öfter in dem gemütlichen Gemeinschaftsraum der Nachbarinnen zu Gast waren. Ihre Texte und Geschichten, die bei ihren Auftritten zwischendurch vorgelesen und erzählt werden, kommen gut an: „anschaulich, manchmal gar humorig, informativ, nicht nostalgisch verklärend, dafür immer kurzweilig, lebendig und authentisch“.

Neue Sprechstunden bei BENN Britz

Neue Sprechstunden bei BENN Britz

Wie können wir die Nachbarschaften in Britz stärken? Was fehlt in Britz? Wo benötigen Sie Unterstützung? Wie können wir das Zusammenleben aller Britzerinnen und Britzer verbessern? Susen Engel und Leny Chemali vom BENN-Team Britz (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) möchte sich mit Nachbarinnen und Nachbarn über diese Fragen austauschen und bieten ab sofort im Gemeindehaus der Berliner Stadtmission in Britz in der Nähe der U-Bahn-Station Parchimer Allee wöchentliche Sprechstunden an.

Film to go — September: Doppelte Aufmerksamkeit und Gastbeitrag!

Film to go — September: Doppelte Aufmerksamkeit und Gastbeitrag!

Im September bekam Film to go im Blog gleich doppelte Aufmerksamkeit! Selbst wollte ich ursprünglich keinen Beitrag über „Die Verlegerin“ verfassen. Also gab es beim Film-to-go-Publikum den Aufruf, einen Gastbeitrag zu schreiben. Keiner meldete sich, also saugte ich mir doch noch ein paar Zeilen aus den Fingern. Wenig später erreichte mich dann doch ein Gastbeitrag! Werner, Moderator, Filmvorführer und Koordinator von Film to go, hatte selbst den Griffel in die Hand genommen und einen Rückblick auf den Film und den Abend geworfen.

Film to go – September: Volles Haus! Die Herbstsaison beginnt

Film to go – September: Volles Haus! Die Herbstsaison beginnt

Lag es an Meryl Streep, die schon beim letzten Film to go „Mamma mia!“ Publikumsliebling war? An dem aktuellen, gerade erst auf DVD und in Streaming-Diensten veröffentlichten Film „Die Verlegerin“? Oder doch daran, dass es zumindest tageweise langsam herbstlich wird und ein Kinoabend direkt vor der Haustür daher eine reizvolle Abendunterhaltung bietet? Schwer zu sagen, gestern Abend war jedenfalls so viel los wie schon lange nicht mehr bei Film to go. Über 30 Nachbar*innen trafen sich im Atrium des Ortolanweg 68.

Neues Projekt im Ortolanweg: DIY-Werkstatt und Leseecke

Neues Projekt im Ortolanweg: DIY-Werkstatt und Leseecke

Juchu! Die neueste Projektidee aus dem Ortolanweg kam bei der Jury des Nachbarschaftsfonds der Wohnungsbaugenossenschaft 1892 gut an. Der entsprechende Projektantrag wurde am 13. September, am Tag des positiven Denkens, bewilligt. Der kaum genutzte Gemeinschaftsraum für die Kinder im Hallenhaus soll nicht nur gemütlicher und einladender werden, sondern auch einmal im Monat für alle Generationen geöffnet werden, damit kleine und große Nachbar*innen gemeinsam kreativ werden können.

Digital mobil im Alter — bald auch im Ortolanweg?!

Digital mobil im Alter — bald auch im Ortolanweg?!

Mit den Enkeln Videos anschauen, Fotos mit Nachbarinnen teilen, die nächste Busverbindung finden, einen Schrittzähler nutzen, das Gedächtnis trainieren, eine Einkaufsliste schreiben, den Wetterbericht abrufen, ein Lied aus der Jugend wiedererkennen: Das alles und noch viel mehr ist mit Apps auf einem Smartphone oder einem Tablet möglich. Bis alle Apps eingerichtet, die persönlichen Daten geschützt und die Finger geschickt genug für die kleinen Geräte sind, kann allerdings etwas Zeit vergehen. Da kann es für Einsteiger*innen schnell unübersichtlich werden werden. Unterstützung bietet das Projekt „Digital mobil im Alter“, das es mit etwas Engagement auch bald im Ortolanweg geben könnte.

Bundesjugendspiele überwinden — Nachbarschaftsausflug zum ISTAF

Bundesjugendspiele überwinden — Nachbarschaftsausflug zum ISTAF

Mit Sport habe ich wenig am Hut. Außer durch das unregelmäßige Bahnenpaddeln im benachbarten Schwimmbad, das kurzfristige Absagen morgendlicher Verabredungen im Fitnessstudio und das Inspizieren der Renovierung des hauseigenen Sportraums zeichnet sich mein Sportgeist vor allem durch quälende Erinnerungen an die Bundesjugendspiele aus. Trotzdem bin ich letzten Sonntag dank der ISTAF-Freikarten, die meine Nachbarin über die Mitgliederzeitung unserer Genossenschaft gewonnen hatte, einmal quer durch die Stadt zum Berliner Olympiastadion gefahren und durfte vielfältige Eindrücke sammeln.

Mixtape für die Nachbarschaft

Mixtape für die Nachbarschaft

Wie wäre es mit einem Mixtape oder zumindest einer Playlist mit Songs rund um Nachbarschaft? Kein Problem, so dachte ich, denn wer kennt nicht das großartige „Lasse Redn“ von den Ärzten. Dann wurde es schnell schwierig. Zum Glück hatten bereits andere dieselbe Idee und mit Hilfe zweier Playlists bin ich doch noch auf eine ordentliche Auswahl an Musik rund um Nachbarschaft gekommen.

Film to go — August: Abbamania

Film to go — August: Abbamania

„May we all have a vision now and then of a world where every neighbour is a friend” singen Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid in ihrem Song „Happy New Year“ und hätten dank eines Zeitungsaufrufs auch „Friends and Neighbours“ heißen können. Weltbekannt wurden sie dann aber als Abba. Nach dem Durchbruch beim Eurovision Song Contest 1974 hält der Erfolg ihrer Musik ungebrochen an: 1999 fand die Premiere des Jukebox-Musicals „Mamma Mia!“ statt, 2008 wurde es verfilmt. 10 Jahre später nimmt Abba neue Songs auf, die „Mamma Mia!“-Fortsetzung „Here We Go Again“ kommt in die Kinos und bei Film to go steht im August der erste Teil auf dem Programm.

Kommt vorbei! Sommerfest im Ortolanweg am 18. August

Kommt vorbei! Sommerfest im Ortolanweg am 18. August

Hüpfburg für die Kleinen, Bingo für die Großen und eine Zuckerwattemaschine sind beim diesjährigen Sommerfest in der Siedlung Ortolanweg neu dabei. Wie im letzten Jahr mixen die Frauen vom Offensiven Altern e.V. feine Cocktails mit selbstangebauter Minze, Haus 72 schmeißt den Kuchenstand, Kinder können sich beim Falken-Spielmobil schminken lassen, über den Spielparcours toben und bei der Kindertombola am Glücksrad drehen. An den fünf Spielstationen gibt’s eine Bonbonschleuder, eine Torwand, Armbrustschießen, Dosenwerfen und  Wasserspritzen. Mitmachen lohnt, es gibt wieder tolle Preise!

Film to go — Juli: Gut geplant, anders gekommen, trotzdem ganz schön ausgefuchst

Film to go — Juli: Gut geplant, anders gekommen, trotzdem ganz schön ausgefuchst

Tierspuren malen, Puste-Parcours, Ringe werfen, Luftballontanz und Wasserlauf: Wer die fünf Spiele der extra für Film to go ausgedachten Popcorn-Rallye gespielt hat, gewinnt eine Tüte frisch gepopptes Popcorn, das beim Kino unterm Sternenhimmel auf der Dachterrasse Ortolanweg 72 genascht wird, während Judy Hopps und Nick Wilde Verbrecher jagen. So jedenfalls der Plan, der wegen Sturm und Reisezeit erst nach den Sommerferien zum Einsatz kommt. Doch auch ohne Popcorn-Rallye gabs im Juli mit Zoomania einen schönen Film to go-Abend.

Sommerfest im Ortolanweg: Wer macht mit?

Sommerfest im Ortolanweg: Wer macht mit?

Lidia kümmert sich um Kuchen- und Salatspenden, Micha gestaltet die Plakate, Angela organisiert das gesamte Catering, Sabine das Kinderfest und Christian hält die Fäden zusammen. Alle arbeiten daran, dass am Samstag, den 18. August, ein schönes Sommerfest auf dem Anger hinterm Ortolanweg stattfinden kann. Noch werden dringend Helferinnen und Helfer für die vielfältige Aufgaben direkt am Festtag gesucht!

Die unendliche Renovierung der Gemeinschaftsräume

Die unendliche Renovierung der Gemeinschaftsräume

Seit Monaten steht in meinem Redaktionsplan: „Artikel Renovierung Gemeinschaftsräume!“ Seit Wochen ist dieser Beitrag geschrieben und wartet nur noch auf die letzte zufriedene Zeile „Endlich fertig!“ samt finalem Titelbild. Seit gestern habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass sich in nächster Zeit noch irgendetwas in Sachen Renovierung tut. Immerhin habe ich jetzt ein Sommerloch-Skandälchen für den Blog: Eröffnung der Gemeinschaftsräume erneut verschoben! Aber von vorne…

Viel los in Gropiusstadt: Veranstaltungstipps im Juli

Viel los in Gropiusstadt: Veranstaltungstipps im Juli

Gropiusstadt kannte ich bisher vor allem durch Christiane F., durch die Gropius Passagen und durch den Ausblick von der Dachterrasse im Ortolanweg. Außerdem trennt sie, so habe ich bei meinem Umzug nach Buckow gelernt, als eigener Ortsteil das östliche vom westlichen Buckow. Dass die Gropiusstadt aber weitaus mehr zu bieten hat als Hochhausschluchten, konnte ich bereits vor einigen Wochen lernen, als ich bei einem Treffen des EngagementZentrums Neukölln und des Quartiersmanagements Gropiusstadt dabei sein durfte. Diese Woche erreichte mich eine Übersicht über die Veranstaltungen und Angebote im Juli und ich bin schon wieder positiv überrascht!

Los geht’s: Zusammen in Britz! (BENN)

Los geht’s: Zusammen in Britz! (BENN)

Freitagnachmittag, die Sonne scheint, ideale Voraussetzungen, um schnell nochmal ins Schwimmbecken zu hüpfen oder spontan den Grill im Garten anzuwerfen. Trotz solch sommerlicher Verlockungen folgten am 29. Juni 2018 interessierte Nachbar*innen und engagierte Britzer*innen einer Einladung in die Haarlemer Straße, um dort in der Gemeinschaftsunterkunft zu erfahren, was es mit BENN auf sich hat.

Statt Bullshit Bingo mal ganz klassisch!

Statt Bullshit Bingo mal ganz klassisch!

Mal mehr, mal weniger witzig: Zur WM gehen wieder zahlreiche Bullshit-Bingo-Varianten herum. Im Ortolanweg wurde dagegen an einem Freitagabend im Juni ganz klassisches Bingo gezockt. Beim Sommerfest der Siedlung am 18. August soll es neben Hüpfburg für die Kleinen auch Bingo für die Großen geben. Damit beim Fest alles glatt läuft, wurde eine Übungsrunde fürs Festkomitee eingelegt. Wer wäre als kritisches Publikum besser geeignet als die eingespielte Bingotruppe der Seniorenwohnanlage? Bullshit kam aber leider auch dabei vor.

Fledermäuse, Biber, grünes Neukölln, Kräuter: Mein langer Tag der StadtNatur!

Fledermäuse, Biber, grünes Neukölln, Kräuter: Mein langer Tag der StadtNatur!

Fledermäuse in der Zitadelle Spandau, Biber im Tiergarten, Radtour durchs grüne Neukölln, Kräuterspaziergang in Britz: Ich habe einen fantastischen Langen Tag der StadtNatur verbracht. Dieses Jahr durfte ich mit Ehrenkarte bei dem Naturfestival dabei sein. Die Freikarte gab es als Anerkennung für mein Kurzzeitengagement für die Stiftung Naturschutz Berlin neulich bei einer Versandaktion und vergangenes Wochenende bei den Fledermaus-Führungen in der Zitadelle Spandau.

Neue Nachbarschaften in Britz (BENN)

Neue Nachbarschaften in Britz (BENN)

Planschbecken vor den Türen, bunte Balkonwände, kleine Apartments, Menschen aus 27 Nationen, spielende Kinder, alle grüßen sich freundlich: Ist das eine neue Ferienanlage? Schaut man genauer, merkt man schnell: Der Anschein trügt. Die neuen Nachbar*innen gehen arbeiten, sie lernen Deutsch und müssen oft von Behörde zu Behörde hasten. Zwar ist die Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Straße eine der angenehmeren ihrer Art. Aber auch sie ist umzäunt und Wachpersonal ständig präsent. Damit über den Zaun hinweg neue Nachbarschaften entstehen, wurde das Programm „BENN – Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ ins Leben gerufen.

Sommerkino unterm Sternenhimmel: Filmvorschläge gesucht!

Sommerkino unterm Sternenhimmel: Filmvorschläge gesucht!

Juchu, im Ortolanweg findet nach zwischenzeitlichen Sicherheitsbedenken und trotz Sommerferien nun doch wie ursprünglich geplant Kino unterm Sternenhimmel statt. Das sind wunderbare Aussichten auf Film to go im Sommer und eine schöne Alternative für die von Buckow leider recht weit entfernten Freiluftkinos. Der Film im Juli, genauer gesagt am 28. Juli, steht schon fest, für den 11. August werden noch Vorschläge gesucht!

Eine Spreefahrt, die ist lustig

Eine Spreefahrt, die ist lustig

„Das ist ja wie auf Klassenfahrt!“: So hieß es gleich mehrfach beim Durchzählen im wuchtigen Doppeldeckerbus, der neulich am Samstagmorgen im schmalen Ortolanweg einen ungewohnten Anblick bot. Insgesamt 81 Nachbarinnen und Nachbarn tuckerten am 2. Juni im Ausflugsdampfer von Treptow bis zum Müggelsee und zurück. Die Dampferfahrt war ein verspäteter Programmpunkt des 125.  Jubiläums der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft 1892. Über den 1892-Nachbarschaftsfonds wurde außerdem ein Shuttle-Service ermöglicht, der die Genossenschaftsmitglieder direkt vor der Haustür in Buckow abholte und nachmittags wieder nach Hause brachte.

Film to go — Juni: Public Viewing Fußball-Weltmeisterschaft

Film to go — Juni: Public Viewing Fußball-Weltmeisterschaft

Im Juni steht auch Film to go ganz unter dem Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft! Gezeigt werden zunächst die Spiele, an denen Deutschland beteiligt ist. Wer Lust hat, für den Nachbarschaftsblog einen Gastkommentar zu den WM-Spielen zu verfassen, kann sich gern bei mir melden. Ich setze bei den Fußballspielen als Berichterstatterin aus und melde mich beim nächsten regulären Film to go mit einem Beitrag zurück.

Sommerfest im Ortolanweg: Freiwillige und Spenden gesucht!

Sommerfest im Ortolanweg: Freiwillige und Spenden gesucht!

Hüpfburg für die Kleinen, Bingo für die Alten, Zuckerwatte für Alle! Am 18. August findet auf dem Anger zwischen Ortolanweg, Ibisweg und Tränkeweg wieder ein Siedlungsfest statt. Wie beim Sommerfest 2017 wird das Ganze von einem ehrenamtlichen Festkommitee vorbereitet. Dieses Jahr ist es etwas anders zusammengesetzt als im vergangenen, aber genauso motiviert, für alle Nachbarinnen und Nachbarn ein schönes Fest zu gestalten. Das heißt, Getränke und Grillgut organisieren, einen DJ finden, Marktstände mieten, Pavillons aufbauen, Freiwillige motivieren, Plakate gestalten und vieles mehr. Ab sofort beginnt die heiße Phase, das heißt, alle zwei Wochen tagt der Festausschuss. Testbingorunde inklusive!

Nachbarschaftsgarten im Mai

Nachbarschaftsgarten im Mai

Seit einem Monat stehen die Hochbeete im Nachbarschaftsgarten. Was ist seitdem geschehen? Auf jeden Fall wächst und gedeiht es. Die Himbeeren und Brombeeren zeigen die ersten Blüten und tragen sogar einige Früchte. Es riecht und schmeckt nach Sauerampfer, Thymian und Koriander. Mangold und Rote Bete sind so dicht gewachsen, dass sie ordentlich ausgedünnt werden müssen, und die ersten Radieschen wurden schon geerntet! Das mit der Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit müssen wir als Gruppe noch üben, ein kleines Gartenfest zum Tag der Nachbarn fand aber trotzdem statt.

Film to go — Mai: Warte, bis es dunkel wird, Sherlock Holmes!

Film to go — Mai: Warte, bis es dunkel wird, Sherlock Holmes!

Lichtdurchflutet, hell und freundlich ist das Atrium im Ibisweg 13. „Da hat der Architekt ganze Arbeit geleistet“, lobte dementsprechend ein Besucher. Auch die Baustellenfotos an den Wänden, die erahnen lassen, dass sich einige Wohnungen des Gebäudes über ganze drei Etagen ziehen, boten Gesprächsstoff und beeindruckten die Gäste.
Anlass für rund 15 Nachbarinnen und Nachbarn sich am Samstagabend im Ibisweg 13 zu versammeln, war die Mai-Veranstaltung von Film to go. Zu sehen gab es Guy Ritchies Sherlock Holmes-Adaption aus dem Jahr 2009.

Großer Bau- und Pflanztag im Nachbarschaftsgarten

Großer Bau- und Pflanztag im Nachbarschaftsgarten

„Mit Backpulver bekommt ihr heute Abend eure Fingernägel sauber“, empfahl eine Nachbarsgärtnerin gleich morgens, lange bevor am großen Bau- und Pflanztag der erste Sack Erde in den neuen Gemeinschaftsgarten gekarrt worden war. „Pass auf, solche Tipps kommen bestimmt in Sabines Blog“, scherzte ein Nachbar. „Na gut, wenn ihr wollt! Gerne doch!“, dachte sich diese. Am letzten Sonntag im April traf sich die Garten-AG mit einigen weiteren Nachbar*innen, um den Nachbarschaftsgarten nach vielen Absprachen und Vorbereitungen endlich zum Leben zu erwecken.

Anbaden im Sportbad Britz

Anbaden im Sportbad Britz

Im Sommer frühmorgens in fünf Minuten zum Freibad radeln und dann entspannt ein paar 50-Meter-Bahnen schwimmen, dieses Vergnügen hatte ich seit meinem Wegzug aus der hessischen Kleinstadt schon lange nicht mehr. Dank der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. und ihrem Vereinsbad ist dies nun wieder möglich. Wie überall muss man als mittelbegabte Freizeitplanscherin rüstigen Rentner*innen-Gruppen ausweichen, die eisern nebeneinander ihre Bahnen ziehen, und man kommt auch besser den Sportschwimmer*innen nicht in die Quere. Aber…

Bombenalarm im Ortolanweg!

Bombenalarm im Ortolanweg!

Zu BILD, zu aufmerksamkeitsheischend, dachte ich und wollte gar nicht darüber schreiben. Gleich mehrere Nachbar*innen meinten aber: „Mach doch!“, also mach ich es doch: Neulich gab es in meinen Haus einen Bombenalarm. Paketbombenalarm, genauer gesagt. Warum und woher, das spielt hier keine Rolle und ist eine ganz private Geschichte. Wie wir Nachbar*innen damit umgegangen sind, erzähle ich aber gern.

Film to go – April: „Das ist doch kein Altersheim, das ist ein Tollhaus.“*

Film to go – April: „Das ist doch kein Altersheim, das ist ein Tollhaus.“*

Im April war das „Film to go“-Team nervös: Nur drei Nachbar*innen hatten sich zum Filmabend angemeldet. Und das, obwohl der größte Raum der Siedlung Ortolanweg zur Verfügung stand. Müssen wir den Filmabend absagen? Den Festsaal in der Seniorenanlage optisch verkleinern, damit sich die Gäste nicht verloren fühlen? Zum Glück kam es anders und es tauchten sogar besonders viele Nachbar*innen auf, um gemeinsam „Quartett“, Dustin Hoffmanns warmherzigen Film über das Altwerden, die Liebe und die Musik zu sehen. Die Komödie kam bei den 35 Zuschauer*innen gut an: Schon beim Vorspann wurde viel geschmunzelt, ja oft sogar laut gelacht.

Vorgestellt: Engagementgeschichten in der 1892aktuell

Vorgestellt: Engagementgeschichten in der 1892aktuell

Lohnen Mitgliederzeitschriften? Ich denke ja! Zumindest überfliege ich alle, die in meinen Briefkasten flattern. In der 1892aktuell, der Zeitung meiner Wohnungsbaugenossenschaft, lese ich sogar fast jeden Beitrag. Das Thema „Ehrenamt“ ist nämlich in jeder Ausgabe erfreulich präsent! In der Rubrik „Viel gemeinsam“ lässt sich gut nach Anregungen für neue Nachbarschaftsaktionen stöbern. Das Tollste: In der neuen Frühjahrsausgabe werden meine Nachbarschafts- und Engagementgeschichten vorgestellt. Das freut mich sehr! Und vielleicht höre ich dadurch von neuen Engagement- und Nachbarschaftsgeschichten aus der Genossenschaft, die ich euch im Blog weitererzählen kann.

Nachbarschaftlicher Ausflug in die Gärtnerei

Nachbarschaftlicher Ausflug in die Gärtnerei

Seit dem ersten Treffen der Garten-AG hat sich in puncto Nachbarschaftsgarten einiges getan: In der neu eingerichteten WhatsApp-Gruppe wurden rege Ideen und Kaufvorschläge für Gartenschrank und Komposter ausgetauscht. Die Nachbarin, die weder Smartphone noch E-Mail-Konto nutzt, wurde über Ausdrucke in ihrem Briefkasten auf dem Laufenden gehalten. Als Beerensträucher im Sonderangebot waren, fuhren zwei Gemeinschaftsgärtnerinnen gleich morgens los, um zehn Sträucher Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren zu besorgen. Am 7. April traf sich die Gartengruppe zum zweiten Mal. Auf der Tagesordnung stand eine Tour zur Gärtnerei.

Film to go – März: Frida Kahlo und andere starke Frauen

Film to go – März: Frida Kahlo und andere starke Frauen

Im März stand die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo im Mittelpunkt bei Film to go. Die Frauen vom Frauenwohnprojekt „Offensives Altern“ hatten dazu eingeladen, die Filmbiografie „Frida“ in ihrem Gemeinschaftsraum anzuschauen. Mit den dort ausgestellten Gemälden der Malgruppe des Hauses bot er eine wunderbare Kulisse für den Film. Ob aufgebrezelt oder in Jogginghose: Auf Korbstühlen, Sofas und Bänken machten es sich rund 30 Nachbar*innen bequem. Die Gastgeberinnen boten großzügig Wein, Whisky und Chips für alle an. In der Küche, die sich dem Gemeinschaftssraum anschließt, köchelte sogar Glühwein vor sich hin. Die Latte für die nächsten Film to go-Abende hängt nun also sehr, sehr hoch!

Los geht’s: Die Garten-AG hat getagt!

Los geht’s: Die Garten-AG hat getagt!

Sonntagmorgen, 8.39 Uhr, ich sehe fern, es läuft die Gartensendung des MDR. Das hätte ich frühestens in 20 Jahren von mir erwartet. Die Pilzzucht-Sets, die gerade vorgestellt werden, interessieren mich auch tatsächlich eher nicht, aber ich freue mich über jede Anregung für den neuen Nachbarschaftsgarten und „Gartenzeit“ bietet einen passenden Hintergrund für meinen Rückblick auf die ersten Schritte hin zum Gemeinschaftsgarten. Dazu gehören Mexikanische Minigurken, knallrote Zucchini-Samen, Beerensträucher, Kompost, Kinderspaß und ein Gartentor.

Lesestoff und TV-Sendungen für angehende Gemeinschaftsgärtnerinnen

Lesestoff und TV-Sendungen für angehende Gemeinschaftsgärtnerinnen

Die Zeit des Aussäens naht – für den Balkon und dieses Jahr auch für den neuen Nachbarschaftsgarten. Weil es mir in den Fingern kribbelt, ich im vergangenen Jahr aber deutlich zu früh mit dem Vorziehen von Tomaten, Gurken und Co. dran war, vertreibe ich mir die Wartezeit mit einer Literaturrecherche für die Gartenfreundinnen und mich. Bezüglich des Hochbeet-Gärtnerns sind wir nämlich noch etwas grün hinter den Ohren. Bisher besteht meine Gartenbibliothek aus ein paar Balkonbüchern (nicht im Bild), Ausleihen aus Neuköllns Stadtteilbibliotheken, Saatenkatalogen und folgender Linkliste…

Film to go — Februar: Zweidrittelmehrheit für…

Film to go — Februar: Zweidrittelmehrheit für…

Eine herzzerreißende Freundschaftsgeschichte, ein Klassiker des schwarzen Humors und ein romantisches Filmmärchen: Unterschiedlicher hätte die Auswahl bei „Film to go“ im Februar nicht sein können. Doch Lieblingsfilme sind zum Glück verschieden und so sind es auch die Titel der nachbarschaftlichen Wunschliste, aus der sich die Gastgeber*innen vom Ortolanweg 68 ihre drei Favoriten ausgesucht hatten. Bei der Generalprobe und im Januar gab ich noch ohne Zögern eindeutige Prognosen über den Wahlausgang der Filmabstimmung ab. Zutreffende sogar! Diesmal fielen mir die Vorhersage und die eigene Entscheidung schwer.

Gemeinsam gärtnern: Ein neuer Nachbarschaftsgarten kommt!

Gemeinsam gärtnern: Ein neuer Nachbarschaftsgarten kommt!

Juppiduh – mein Haus bekommt einen Nachbarschaftsgarten! Die Freude bei meinen Mitstreiterinnen und mir ist riesig! Ein bisschen stolz bin ich auch: Immerhin ist damit nach „Film to go“ bereits der zweite Projektantrag aus meiner Feder vom Vergabeausschuss des 1892-Nachbarschaftsfonds in voller Höhe bewilligt worden. Diesmal bin ich außerdem offizielle Projektverantwortliche. Was ist der Plan? In Kürze: Gemeinsam gärtnern und brachliegende Flächen verschönern. Wo: Auf einem ausgedienten Spielplatz direkt neben dem Atriumhaus.