Gartenbox und Schubkarre mit Grünabfall

Betritt man das Atrium im Ortolanweg, steht man inmitten von Palmen, Sträuchern und Rankpflanzen. Durch das gläserne Dach fällt warmes Licht auf den mit Holzscheiben gefliesten Boden. Am Rand steht eine Tischtennisplatte, an der verglasten Außenwand reihen sich Fahrräder in allen Größen und Zuständen. Eine Wendeltreppe führt in die oberen Geschosse. Gäste, Pizzaboten und Paketlieferanten, die zum ersten Mal hier sind, müssen für gewöhlich erst einmal den Weg bis zu den oberen Stockwerken suchen. Vor den Wohnungen stehen Schuhregale, Stühle, Schränkchen und Zimmerpalmen, die keinen Platz mehr in der Wohnung gefunden haben. Seit dem Geburtstag einer kleinen Mitbewohnerin leuchtet ein neues Kinderfahrrad pink auf meinem Flur.

Gemeinschaftliche Gartenarbeit

In den letzten Monaten hatte sich die Pflanzwelt allzu breit gemacht. Die Grünlilien wucherten als Stolperfallen weit über ihre Beetbegrenzungen hinaus, der Bleiwurz wilderte blütenlos vor sich hin, die Äste der größten Geigenfeige im Hof versperrten bereits den Weg zu einigen Wohnungen und viele Pflanzen litten unter Wollläusen und Mehltau. Da der Pflanzendienst des Botanischen Gartens auf sich warten ließ, entschloss sich die Mietergemeinschaft, selbst die Gartenschere in die Hand zu nehmen. Rund zehn Erwachsene und vier Kinder trafen sich vergangenen Sonntagvormittag im Atrium, trimmten und beschnitten jede einzelne Pflanze im Hof, sammelten Blätter auf und sägten morsche Äste ab. Einmal angefangen, kein Halten mehr. Um auch hoch hängende Äste entsorgen zu können, flitzte ein Nachbarsjunge zu seinen Großeltern nebenan, um eine extra lange Baumschere auszuleihen. Mit Leitern und vielen Verrenkungen konnten damit die absturzgefährdeten Äste gekappt werden. Wir schoben über zehn Schubkarren und zerrten zig Zweige zum Sammelplatz für Grünabfall. Kleine und große Jungs sprangen und trampelten so lange auf dem Kompost herum, bis sich der Haufen soweit gesenkt hat, dass wir auch noch die letzten Säcke voller Äste und Blätter abladen konnten.

Nun ist das Atrium immer noch schön grün, aber viel lichter und freundlicher als vorher. Meine persönlichen Ziele bis zur nächsten Atriumspflege:

  • alle unbekannten Pflanzen bestimmen
  • den Bleiwurz wieder zum Blühen zu bringen
Das Atrium – Gartenpflege
Markiert in:                         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.