Ausschnitt Adventskalender Bad Hersfeld

Schon seit Tagen poppen sie wieder bei Twitter, Facebook und Instagram auf, werden einem im Back-Shop in die Hand gedrückt, landen im E-Mail-Postfach oder im Briefkasten. Adventskalender mit Coupons, Duschgel, Gewinnspielen, manchmal auch noch ganz klassisch mit Bildern oder Schokolade. Einige Kalender versprechen „Impact“, enthalten Spenden oder richten sich ausdrücklich an Freiwillige, wie der sympathische Adventskalender von Jugend ohne Grenzen e.V. Die schönsten sind natürlich die mühsam selbst gebastelten oder zumindest selbst befüllten von Freunden, Kolleginnen oder pflichtbewussten Eltern. Schön zumindest für alle, die nicht am 1. Dezember Geburtstag feiern und oft mehr kreative Adventskalender geschenkt bekommen als der Kalender Türchen hat.

Was ich unbedingt in meiner Nachbarschaft ausprobieren möchte: einen lebendigen Adventskalender. Ich kannte solche Mitmachkalender bisher nicht, obwohl sie weit verbreitet sind und Google rund 187.000 Treffer dazu findet. Es gibt sogar einen Verein, der sich ganz und gar der „Bewegung Lebendiger Adventskalender“ verschrieben hat und laut eigener Aussage die Wortmarke hat schützen lassen. Ähnliches beansprucht allerdings auch eine Essener Marketing-Fachfrau für das „Shopping-Event Lebendiger Adventskalender“.

Wie auch immer es um die rechtliche Situation der Wortmarke steht: Meine Cousine hat dieses Jahr einen lebendigen Adventskalender im Frankfurter Stadtteil Riedberg mit vorbereitet und mich angefixt. Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnen Riedberger Vereine, Einrichtungen und Familien ihr Türchen und geben an wechselnden Orten Nachbarinnen und Nachbarn jeweils 15 bis 30 Minuten lang die Gelegenheit, sich bei Glühwein, Weihnachtsliedern, Geschichten, Bastelrunden oder Plätzchen zu begegnen. Find ich gut. Will ich auch. Vielleicht bekommen wir das nächstes Jahr in der Siedlung Ortolanweg hin?

Nachbarschaftsziel 2018: Lebendiger Adventskalender Ortolanweg
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3 Kommentare zu „Nachbarschaftsziel 2018: Lebendiger Adventskalender Ortolanweg

  • 1. Dezember 2017 um 17:15 Uhr
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    Eine tolle Idee!
    Kenne ich aus meiner Bonner Zeit, da gab es mal so etwas, ich glaub in der Altstadt …
    Viel Erfolg bei der Umsetzung!!

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    • 1. Dezember 2017 um 17:22 Uhr
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      Ja, oder?! Ich weiß gar nicht, wie das Format so lange an mir vorbei gehen konnte.

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  • 28. März 2018 um 21:22 Uhr
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    Hier schreibt die Essener Marketingfachfrau und freut sich über eine Einladung in die Siedlung Ortolanweg. Vielleicht kann ich mich ja inspirieren lassen.

    Viel Erfolg!

    Und ja, geschützt ist die Wortmarke – sogar vom Marken und Patentamt in München höchst persönlich:-)

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