Game of Thrones im Nachbarschaftsgarten? Ja! Seit Juni! Bis dahin war ein langer Weg zu beschreiten: Die Gartensaison 2019 startete holprig. Nach der ersten Planungsrunde im Februar hieß es im April zunächst, die Reste vom Vorjahr zu sichten, kurz zu bewundern und dann gnadenlos zu entfernen.

Im Vorfrühling konnten wir uns im Blumenbeet über Hyazinthen, Tulpen, Schwertlilien, über Zierlauch und Krokusse freuen. Über 200 Zwiebeln hatte die fleißige Nachbarin im letzten Herbst gesteckt. Später folgte Mohn, polsterweise Bartnelken und jetzt, im Juni, wachsen verschiedene Sommerblumen heran.

Weitaus langsamer ging es in den Gemüsebeeten voran: Die kalten Tage im Mai, gefräßige Amseln und überlagertes Saatgut hatten Ernteerfolge lange auf sich warten lassen. Außerdem stellten ein Austritt, eine Handoperation, neuer Nachwuchs, Dienstreisen und lange Arbeitstage die Garten-AG hinsichtlich des Gießplans ordentlich auf die Probe.

Startschwierigkeiten überwunden!

Mittlerweile sind die Möhren aber ein drittes (!) Mal nachgesät, die ersten Radieschen und Zuckererbsen längst geerntet und selbst die Mairübchen haben Rübchengröße erreicht. Von der Balkonvorzucht sind sechs Tomaten, drei Paprika, eine Gurke und eine Zucchini übrig geblieben und in den Garten gezogen. Bisher haben sie gegenüber Hagel und Starkregen gut standgehalten. Die Beerensträucher sind explodiert und dieses Jahr gibt’s neben Himbeeren en masse auch die ersten Johannis-, Brom- und Stachelbeeren zu pflücken. Nur die Jostabeere blüht dieses Jahr nicht. Die Aussicht, das erste Gläschen Himbeermarmelade aus dem eigenen Garten einkochen zu können, macht das aber wieder wett. Auch beim Gießplan spielt sich alles wieder ein und ein, zwei noch zurückhaltend, aber durchaus interessierte neue Mitgärtnerinnen scheint es in der Nachbarschaft auch zu geben.

Spendenfreudige Nachbar*innen

In den letzten Monaten hat der Garten drei Spenden erhalten, eine abgesprochene, zwei anonyme, die ohne jegliche Notiz plötzlich im Garten standen. Welche hat uns wohl am meisten gefallen?

Gartenfauna mit Schildkröten

Tigerschnegel wurden in diesem Jahr noch nicht gesichtet, dafür statteten Amseln, Sperlinge und Mauerbienen dem Garten einen Besuch ab und im Kompost wuseln Regenwürmer, Asseln, Spinnen, Tausendfüßler und noch vieles mehr herum. Sehr beeindruckend! Highlight unserer Gartenfauna war der Besuch zweier Schildkröten. Die beiden waren bei einem Nachbarn zur Pflege und durften im Weidenkorb einen Ausflug in den Garten als Urlaubsgehege machen.

Game of Thrones im Ortolanweg

Endlich steht unsere Palettenbank, vielmehr unser Palettenthron! Am 1. Juni wurde er mithilfe (oder, seien wir ehrlich, alleine von) Tim vom wunderbaren Café natürlich und schön um die Ecke aufgebaut. Die Garten-AG hat es vorher (nicht ganz unterwartet) leider nicht geschafft, die Paletten zu schleifen und zu lackieren, von daher ist der Thron noch in Fichte rustikal gehalten, dafür aber mit neuen blauen Polstern bestückt. Der Hochsommer kann kommen!

 

Von Startschwierigkeiten bis Game of Thrones im Nachbarschaftsgarten
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2 Gedanken zu „Von Startschwierigkeiten bis Game of Thrones im Nachbarschaftsgarten

  • 20. Juni 2019 um 9:06
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    Sabine, wieder mal super kommentiert mit schönen Illustration. Danke für deine Arbeit!

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