Kürbissuppe, geröstete Nüsse, marokkanische Eier, Möhrencurry, Oregano-Tomaten-Butter, gedünstete Kokosäpfel, geschmorter Camembert an Aprikosen, Butterreis, dazu eine vegane Variante zu allen Gerichten: Am letzten Wochenende wurde geschlemmt!

Genießen durften diese wunderbaren Speisen zwölf Mitglieder des Friedrichshain kocht-Teams auf einem Kunsthof im brandenburgischen Fläming. Zwei Tage lang beschäftigten sich elf Frauen und ein Mann damit, Interviews mit über 50 Friedrichshainer Menschen und Projekten zu hören, zu lesen, zu transkribieren, zu kürzen und zu redigieren. Sie suchten Fotos aus, verfassten Einleitungstexte, veganisierten Rezepte und sammelten Antworten für noch offene Fragen zum Buch: Wie finanzieren wir den Druck? Wie feiern wir die Veröffentlichung des Buches mit den teilnehmenden Projekten?

Ganz nebenbei lernten alle so einiges über die Künstlerin Annemirl Bauer (1939 bis 1989), deren Bilder im ganzen Haus verstreut zu sehen sind. Ein Interview mit ihrer Tochter Amrei Bauer, Gastgeberin des Kunsthofs und Köchin der oben genannten Leckereien, wird übrigens im Buch Friedrichshain kocht veröffentlicht.

Beim gemeinsamen Essen im Garten wurde viel gelacht und diskutiert: Gibt es andere Worte für (Zwiebel) würfeln? Können Süßkartoffeln zu Salzkartoffeln werden? Heißt es der oder das Apfelmus, die oder der Paprika?

Ernsthafter war die Debatte um geschlechtersensible Sprache: Stört es den Lesefluss, immer sowohl Frauen als auch Männer anzusprechen oder ist Gender-Gap, die Lücke zwischen männlicher und weiblicher Form, die beste Lösung, um so auch inter- und transsexuelle Menschen miteinzubeziehen? Dazu gab es sogar einen alternativen Büchertisch-Vorschlag: Herz statt Lücke!

Entspannen konnten sich die fleißigen Redakteurinnen in abenteuerlichen Gartenschlafplätzen in Baumhaus, Glashaus und ausrangiertem Bus, in kuscheligen Betten direkt vorm Ofen oder in einer Hängematte mit Gartenausblick. Davor stand beim nächtlichen Lagerfeuer fest:

  • Friedrichshain kocht und brodelt
  • Alle sind Feuer und Flamme für Friedrichshain kocht!

Dieser Beitrag erschien zuerst am 15. Oktober 2014 auf dem Blog des Berliner Büchertisches.

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Feuer und Flamme für Friedrichshain kocht
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