Bunt bemaltes Papier auf Tischdecke mit dem Schriftzug YounShark

Eben war noch die Schulklasse aus der benachbarten Schule zum Malen und Basteln da, direkt im Anschluss wird in Windeseile Kaffee gekocht und ein riesiger Topf Waffelteig zum Buffet geschleppt. Dort stehen Absprachen mit einem Schulsozialarbeiter an, im Büro nebenan wird noch schnell an einer Bewerbung gefeilt. Zwischendurch kommt die gute Seele der Gemeinde, ein langjähriger Ehrenamtlicher, vorbei, bekommt ein Waffelherz in die Hand gedrückt und wird überredet, auf einen Kaffee zu bleiben. Während er an seiner Tasse nippt, erzählt er, dass früher im Keller mal ein Jugendclub war. Das bringt natürlich gleich neue Ideen auf!

 

Gutes Zeichen: Wenn Ehemalige zurückkehren!

Am 19. März war beim Jugendmigrationsdienst Café VIA Tag der offenen Tür. Neben den regelmäßigen Gästen und Freiwilligen kamen auch viele Ehemalige vorbei. Was ein schönes Zeichen für eine Einrichtung, wenn Menschen immer wieder gerne zurückkommen! Zu Besuch waren ehemalige Kolleginnen, aber auch Jugendliche, die vor zehn Jahren das erste Mal zur Beratung gekommen waren, mittlerweile eigene Kinder haben und immer noch auf die Beratung des Jugendmigrationsdienstes vertrauen.

 

Keine Angst vor freiem Malen!

Wer Lust hatte, zeichnete und malte auf den großen Papierrollen, die auf den Tischen ausgebreitet waren. Vermeintlich weniger Kreative bewunderten die Kunstwerke, die im Café Via als Ausstellung die Wände zieren. Die Bilder entstanden beim freien Malen, bei dem sich die Jugendlichen auf eine für sie oft neue Weise selbst entfalten konnten. Nebenbei bauten sie ihre Angst ab, nicht malen zu können oder etwas „Schönes“ hervorbringen zu müssen. Auch die Jungs, die das Malen zunächst als „Mädchenkram“ abtaten, zauberten tolle Bilder hervor!

 

Ehrenamt braucht Hauptamt

Dass so viele Menschen so gern zurück zum Café VIA kommen, liegt vor allem daran, dass die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen dem Trubel einer Jugendeinrichtung gewachsen sind und mit viel Herzblut und Engagement ihren täglichen Job machen. Sie sorgen sich tagtäglich um die Probleme und Herausforderungen der Jugendlichen, sie arbeiten mit Schulen zusammen, sie tauschen sich mit benachbarten Vereinen aus, sie übernehmen Schichten in der Clearing-Stelle, sie entwickeln die Jugendsozialarbeit im Bezirk weiter und organisieren Veranstaltungen wie den Tag der offenen Tür. Außerdem gilt auch hier: Ehrenamt braucht Hauptamt. Die beiden engagierten Angestellten suchen, begleiten und motivieren Freiwillige, sie geben ihnen Tipps, zollen Anerkennung und schaffen eine so freundliche Atmosphäre, dass sich unter den Freiwilligen auch schnell Freundschaften entwickeln.

 

Josef? Josef!

Anlass für den Tag der offenen Tür war der Josefstag. Für alle, denen dieser Tag (wie mir) nicht sofort etwas sagt: Gemeint ist der Gedenktag für den Heiligen Josef, den Zimmermann, den Ziehvater Jesu, Patron der Arbeiter und Handwerker. An diesem Tag weisen katholische Träger der Jugendsozialarbeit mit einem bundesweiten, dezentralen Aktionstag auf die Situation benachteiligter Jugendlicher und die Bedeutung kirchlichen Engagements in der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe hin. Auch einige Bauernregeln beziehen sich auf den Tag und diese hier geht hoffentlich in Erfüllung:

„Ein schöner Josefstag ein gutes Jahr verheißen mag.“

 

Ausstellung im Café VIA

Ehrenamt braucht Hauptamt, auch am Josefstag im Café VIA
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