Fortbilungsprogramm des FrauenComputerZentrums Berlin. Im Hintergrund die Oberbaumbrücke
Trends bei Twitter recherchieren, mit Freunden auf Facebook quatschen, durch Pinterest DIY-Ideen finden – in meiner Freizeit bewege ich mich täglich im Web und probiere gerne neue Tools und Medien aus.

Im Arbeitsleben hingegen gab es bisher nur wenige Gelegenheiten, mich in Online-PR und Marketing auszutoben. Um den Anschluss an die Social-Media-Welt auf beruflicher Ebene nicht zu verlieren, habe ich berufsbegleitend die E-Learning-Weiterbildung Social Media, Online-PR und -Marketing (SMOPR) beim FrauenComputerZentrum Berlin e.V. belegt und genau das bekommen, was ich erhofft hatte: von E-Mail-Marketing bis Suchmaschinenoptimierung einen strukturierten und aktuellen Überblick über die Werkzeuge der Online-PR.

Außerdem hat mich der Kurs bei einem schon länger gärenden Wunsch bestärkt: mich beruflich neu zu orientieren. Kurze Zeit nach dem SMOPR-Abschlusstreffen und direkt im Anschluss an meinen letzten Job startete die Vollzeit-Weiterbildung Content- und Social-Media-Management (CSMM). Mittlerweile hat sich herausgestellt: Ich war genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und beide Fortbildungen sind genau das Richtige für mich:

Tolle Teilnehmerinnen und Trainerinnen

Hochschulabsolventin, alleinerziehende Mutter, angehende Gründerin oder Selbstständige im Umbruch: Die zwölf Teilnehmerinnen sind so unterschiedlich wie ihre Lebensphasen. Und gerade das macht das gemeinsame Lernen und den Austausch bei Kaffee oder Couscous spannend. Mindestens genauso unterschiedlich und einzigartig wie die Teilnehmerinnen sind die elf Trainerinnen. Alle sind sie hilfsbereite Expertinnen in ihren Themen und haben ein offenes Ohr für Fragen und Wünsche.

Allein durch die unterschiedlichen Charaktere und Lebensgeschichten der über 20 Frauen, die ich in den vergangenen Wochen kennengelernt habe, habe ich schon neue Blickwinkel auf und Ideen für meinen eigenen Lebensweg gewonnen. Hinzu kommen noch viel Know-how und Ideen rund um Content- und Social-Media-Management.

Vielfältige Themen

Ganz genau habe ich mir das Programm der Fortbildung im Vorfeld nicht angeschaut. Umso größer war meine Überraschung, als sich zum ersten Mal der Stundenplan auf dem Bildschirm öffnete: Kompetenzanalyse! Bildbearbeitung! Storytelling! Podcast! Videoschnitt! Website bauen! Und darauf freue ich mich schon jetzt: Augmented Reality!

Dies alles zusammen ist weitaus umfangreicher und vielfältiger als viele andere Fortbildungen zur Social-Media-Managerin, die ich mir angeschaut habe. Klar ist: Nicht alle Themen sind für jede Teilnehmerin gleich interessant. Ich zum Beispiel hatte bisher wenig Interesse an Podcasts. Heute kann ich mir darunter viel mehr vorstellen als aufgezeichnete Radiosendungen und überlege, zukünftig selbst kleine Interviews aufzunehmen.

Was soll SOL?

Viele Themen können in den drei Monaten der Fortbildung nur kurz angeschnitten werden. Das SOL, also das selbstorganisierte Lernen, ist daher ein wichtiger Bestandteil des Kurses- und der Zeitaufwand dafür nicht zu unterschätzen.

Als Anregung verteilen die Trainerinnen Hausaufgaben, freitags ist Zeit für „Home Office“, und es gibt genügend digitale Austauschmöglichkeiten über Lernplattform, Bookmarking, Facebook-Gruppe etc. Durch den täglichen gemeinsamen Unterricht ist allerdings weitaus mehr Selbstdisziplin und Initiative als beim reinen E-Learning im SMOPR-Kurs gefragt, der ohne diese Elemente ja gar nicht möglich wäre.

Manchmal erwische ich mich dabei, wie in alten Schulzeiten frühmorgens schnell noch vor dem Unterricht einen Text zu lesen oder eine Aufgabe zu lösen, und es gibt auch Tage, die sich ziehen. Aber insgesamt sind diese drei Monate genau das, was ich gerade brauche.

Dass davon nur noch zwei Wochen übrig sind, stimmt mich ein bisschen wehmütig. Ich hoffe, dass ich mit den anderen Frauen in Kontakt bleibe, meinen Blog, der derzeit entsteht, auch nach der Fortbildung weiterschreibe und meine Begeisterung fürs Web auch beruflich stärker als bisher einbringen kann. Dank dem FCZB bin ich jedenfalls bestens dafür gewappnet!

Dieser Beitrag erschien zuerst am 5.10.2017 im Blog des FCZB.

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